Überführung und Übernahme
Überführung und Übernahme von "Schulfregatte "Hart" in New Castle
Einzug ins Heizerdeck
Werner Ohl
Ankunft Schulfregatte "Hart" in Bremerhaven
Unser Kamerad Albert Strobl hat diese Aufnahme gemacht, als unsere Schulfregatte noch unter dem Namen „HART“ am 8.Mai 1959 14.25Uhr in die Kaiserschleuse von Bremerhaven einlief.
Aus unserer Chronik wissen wir, dass auf der Südmole des Schleusenhafens die Soldaten der Marineortungsschule unter der Führung des Ausbildungsleiters, Fregattenkapitän Skibowski, angetreten waren. Mit Hornsignal und drei Hurra´s wurde das Schiff begrüßt. Die Besatzung erwiederte den Gruß.
Marinemusikcorps Nordsee zur Begrüßung auf der Zerstörerpier
Fotos Albert Strobl
1. Werftaufenthalt in Emden. Fotos Werner Ohl
1. Werftaufenthalt in Emden
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Gefechtsruderraum
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Fotos A. Strobl
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1. Probefahrt als "Schulfregatte Hart" (Fotos KH Kersten)
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Überfahrt nach England
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Schulfregatte "Hart" (ex Hart)
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Fotos Federau
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Ankunft in New Castle
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Hafen von New Castle
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Links: "Schulfregatte Hart"
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Kutter mit Aufschrift "Schulfregatte Hart"
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Die offene Brücke von achtern gesehen
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Gefechtsmast
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"Schulfregatte Hart" unter Bundesdienstflagge (Fotos Gerold Ganze)
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20. 4. 1959 bis 8. 5. 1959 An Bord der ex "Hart" in der Vicker-Armstrong-Werft in Newcastle
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Gefechtsruderraum
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Offene Brücke - v. links: Gefr. Schreiber, Gefr. Strobl
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Scheerübergabe ex "Hart" an die Bundesmarine in der Vickers-Armstron-Werft in Newcastle
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FKpt. Wolff bei der Überführungsfahrt von Newcastle nach BRV.
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Überführungsfahrt Links: Gefr. Preier, Mitte: Gefr. Strobl, Rechts: Gefr. Bukowski (Fotos Strobl)
Bericht von Ernst Bukowski zur Überführung von "Schulfregatte Hart"
22. 2. 2007
Ein Bericht von Ernst Bukowski von der Übergabe "SF Scheer" in England 1959
„Hoffentlich nicht KW-Geschwader!“, war wohl der Wunsch der meisten Funker an der Marinefernmeldeschule in Flensburg-Mürwik im März 1959, als jeder gespannt seiner weiteren Verwendung nach 8 Monaten Funkausbildung entgegenfieberte. Für den Gefreiten Bukowski hieß es: ab nach Bremerhaven zur 5. Schiffstammabteilung – Fregattenprogramm.
Es folgten dort einige Tage ruhigen Dienstes, bis dann Mitte April der nächste Mannschaftstransport nach England zusammengestellt wurde. Neben den für die Schulfregatte Scheer vorgesehenen Soldaten waren auch Kameraden für eine andere Fregatte- ich glaube für die Hipper oder die Brommy – mit dabei. Frühmorgens ging es mit dem Bus nach Bremen, von dort mit der Bahn weiter nach Hoek van Holland, um dort die Fähre nach Harwich zu nehmen. Am späten Nachmittag betraten wir dann englischen Boden.
Damals waren die politischen Befindlichkeiten noch sehr sensibel, sodaß die Reise in Zivil und mit Diplomatenpaß durchgeführt werden musste. Nach der Zollabfertigung ging es per Bahn nach London. Von Hunger getrieben, war es gar nicht so einfach, etwas Essbares zu erstehen. Ich hatte nämlich versäumt, in Bremerhaven die Marschverpflegung zu empfangen.
Mit dem Bus ging es quer durch das nächtliche London, um den Startbahnhof für die Fahrt nach South Shields zu erreichen. Frühmorgens waren wir dann endlich am Ziel unserer Reise.
Am Bahnhofsvorplatz wurden wir auf typisch englische Taxis aufgeteilt, die uns dann zu unseren Unterkünften brachten. Es waren boarding-houses im englischen Stil, so wie man sie auch noch heute als „bed and breakfast“ kennt.
Am nächsten Morgen ging es dann im Sammeltransport mit dem Doppelstockbus zur Werft in New Castle, wo die englische Fregatte „Hart“ vorbereitet wurde zur Übergabe an die Deutsche Bundesmarine. Es wimmelte von englischen Werftarbeitern auf dem Schiff, und zur Mittagspause und zum Feierabend bewegte sich eine schier endlose Schlange über die Stelling. Wir schleppten Material an Bord und machten uns mit unseren zukünftigen Aufgaben vertraut. Da unsere Kombüse noch nicht einsatzbereit war, wurden wir mittags durch die Werftkantine mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen Essen versorgt.
Endlich ging es zur ersten Werftprobefahrt die Tyne runter, und Mitte Mai wurde Kurs auf Bremerhaven genommen, wo die „Scheer“ durch eine Abordnung der Ortungsschule an der Kaiserschleuse gebührend empfangen wurde. Kurz danach erfolgte die Indienststellung in Bremerhaven. Es folgte eine Werftzeit in Emden und im Frühherbst nahm die „Scheer“ bereits an einem ersten Manöver teil, das mit einem bis auf den letzten Liegeplatz gefüllten Hafen auf Borkum beendet wurde. Während der Ausbildungsfahrten in der Nordsee und ins Skagerrak wurde dann wetterbedingt auch die Standfestigkeit der Besatzung getestet.
