Die Vorgängerin
"Admiral Scheer"
Stapellauf "Admiral Scheer"
(Quelle: Die deutsche Kriegsmarine bis 45) Abzeichen Adm. Scheer
Admiral Scheer im KW-Kanal Wappen von Adm. Scheer
Admiral Scheer (Fotos Schffmann)
Foto J. Schiffmann
Technische Daten:
Baubeginn 1931
Stapellauf 1. April 1933
Indienststellung 12. November 1934
Marinewerft Wilhelmshaven
Bewaffnung 6 x 28 cm - 8 x 15 cm - 6 x 10,5 cm - 8 x 3,7cm - 8x 2 cm, 2 x 4 Torpedorohre
Besatzungsstärke 1.150 Mann
Länge 187,9 m - Breite 21,7 m, Tiefgang max 7,34
Geschwindigkeit 28,5 Knoten
Leistung 54.000 PS
Fahrbereich 9.,100 sm
"Admiral Scheer" war ein sogenanntes glückhaftes Schiff. Nach Ende der Erprobung in der Ostsee lief das Schiff am 23. Oktober 1940 zu der wohl längsten Kriegseinsatzfahrt eines deutschen Großkampfschiffes des 2. WK aus. Die Reise führte bis um das Kap in den indischen Ozean wobei zahlreiche feindliche Schiffer aufgebracht und versenkt wurden. Treffen mit Hilfskreuzern und U-Booten zwecks Versorgung im Atlantik wurden durchgeführt. Am Ende der Reise hatte "Scheer" 14 gegnerische Schiffe mit 84.027 BRT versenkt und 2 Schiffe als Prise entlassen. Durch die Dänemarkstraße erfolgte der Rückmarsch am 27. März 1941. "Scheer" erreichte Kiel am 1. April. Es folgten noch viele Einsätze im Nordmeer ua. auf den Geleitzug "PQ-17". Bei dem Unternehmen "Wunderland" am 28. August 1942 unternahm "Scheer" einen Vorstoß in die Karasee, dabei wurde ein russischer Eisbrecher versenkt. Es folgte die Beschießung von Port Dickson. Der Einsatz im Nordmeer war beendet.
Nach Rückkehr in Wilhelmshaven und anschließender Werftliegezeit verlegte "Scheer" nach Gotenhafen und diente als Ausbildungsschiff. Zwischen November 1944 und Februar 1945 erfolgen Einsätze zur Unterstützung des Heeres in der Ostsee. Im März 1945 wurden in Pillau Verwundete und Flüchtlinge aufgenommen und nach Kiel gebracht. Am 10. April 1945 wurde "Scheer" in Kiel von Bomben getroffen und kenterte. Das Wrack wurde im Juli 1946 über Wasser abgewrackt. Der Rest liegt heute noch in dem zugeschütteten Hafenbecken.
Die gekenterte "Admiral Scheer" im Hafenbecken in Kiel
Quelle: Privatsamml. J. Schiffmann
